Geschichte

1346 wird der Ort erstmals urkundlich in den Meißner Bistumsmatrikeln erwähnt. "Ort des Koloch", aus dem Slawischen abgeleitet, führte zum heutigen Ortsnamen. Das wirkliche Alter des Ortes ist vermutlich wesentlich höher.

Schon die frühgotische Dorfkirche deutet auf das 13. Jahrhundert hin. Über die Grenze hinaus bekannt ist F. Stoy (1887-1978), der in Kremitzaue OT Kolochau beheimatet war und viel zur Erforschung der Geschichte der Region beitrug.

Die Kirche ist das älteste Bauwerk des Dorfes. Der wehrhafte Charakter des Baus aus der Zeit des hochmittelalterlichen Landausbaus lässt die Schwierigkeiten dieser Zeit erahnen.

2004 wurden die Gemeinden Kremitzaue OT Kolochau, Polzen und Malitschkendorf zur Großgemeinde Kremitzaue zusammengelegt.

Geschichte

  • 1993 Wahlen - neuer Bürgermeister ist Reinhard Claus
  • 1992 Kolochau hat 571 Einwohner
  • 1976 Bau des Mehrzweckgebäudes
  • 1955 Bau des Feuerwehrgerätehauses.
  • 1947 Fußballverein wird gegründet.
  • 1946 Kindergarten wird eröffnet.
  • 1939-45 2.Weltkieg
  • 1937 Die Schreibweise von Colochau ist ab dem 1.Dezember mit "K"- Kolochau.
  • 1927 Einrichtung einer Tankstelle vor der Gaststätte Troitzsch
  • 1926 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.
  • 1914-1918 1.Weltkrieg
  • 1904 Ein neues Schulgebäude wird errichtet.
  • 1898 Kolochau erhält Bahnanschluss.
  • Von 1843 bis 1879 war Freiherr Gustav von Kleist Landrat des Kreises Schweinitz.
  • 1838 Eine Feuerbrunst macht 41 Familien obdachlos. Erntevorräte verbrannten. Das Rittergut Anteil I, die Pfarre, 32 Wohnhäuser und die Schmiede lagen in Asche.
  • 1822 Das Rittergut Anteil II wird von Freiherr Gustav von Kleist gekauft.
  • 1650 Ein Rittergut wurde von einem Drandorf von Schlieben gekauft, das andere Rittergut bleibt bei v.d. Drossel.
  • 1645 Colochau leidet immer noch unter den Folgen des 30-jährigen Krieges. Nachrichten lauten: der Ort vollständig wüst.
  • 1640 Georg v. d. Drossel stirbt, Erben werden die Vettern Georg Casper und sein Bruder Günther von der Drossel.
  • 1637 Im 30-jährigen Krieges plündern die Schweden das Dorf aus. Der Ort galt als wüst und unbewohnt.
  • 1631 Die Kroaten brannten das Pfarrgebäude nieder.
  • 1618 Erwähnung zweier Rittergüter in Urkunden.
  • 1555 Es gibt im Ort 22 Hüfner und 12 Gärtner.
  • 1545 ein Hans von der Drossel wird in Torgau enthauptet, da er Kontakt mit dem Rechtsfanatiker Hans Kohlhaas hatte.
  • 1474 Nickel von der Drossel ist auf dem Rittergut. Im Einkommensverzeichnis des Landes Sachens heißt es: �Nickel v.d.Drossel : ein Hof zu Colochow, da sie uffsitzen mit drei Hufen (MorgenLand), und das halbe Dorf daselbst. Dazu haben sie 10 Hufner(Landbesitzer), die haben 13 Erbhufen (vererbte Besitze).
  • 1346 im Meißner Bistumsmatrikel urkundlich erwähnt als �Colochau".
  • 1334 erstmalig in einer Herzberger Urkunde unter �Lochaw' genannt.
  • 1004 Kolochau war eine Stadt und wurde angeblich von einem polnischen Herzog niedergebrannt, kann aber nicht mit Fakten bewiesen werden.
Kolochau
Gemeinde Kremitzaue Landkreis Elbe-Elster